Unternehmerinnen
in Oberhavel

Frauennetzwerk für
Unternehmerinnen,
Selbstständige und
Freiberuflerinnen

Wechselspiel mit Nebenwirkungen

Unternehmerinnen-Netzwerk veröffentlicht besonderes Frauenmagazin

Oberhavel/Oranienburg, 8. März 2016. Sie haben es wieder getan: Die im Netzwerk „Unternehmerinnen in Oberhavel“ Aktiven veröffentlichten zum zweiten Mal nach 2014 ein Magazin. Heute wurde das Projekt „Frauengeschichten 2“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

2014 organisierte das Netzwerk im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche eine Publikumsmesse mit Workshops. Eine Werbekampagne, die die Oranienburger Kommunikationsdesignerin Sabine Matthes entwarf, begleitete die Präsentation. Um Interessierten nachhaltiges Informationsmaterial in die Hand zu geben, entstand die Idee, ein eigenes Magazin zu veröffentlichen. Konzipiert und realisiert wurde das Experiment von 24 Netzwerkerinnen unter Leitung von Sabine Matthes, Lektorin Elke Ahrens und Journalistin Dagmar Möbius. Die Idee kam so gut an, dass das Heft schnell vergriffen war. Immer wieder wurde seitdem der Wunsch nach einer Neuauflage an das Netzwerk herangetragen.

Auflage 2 mit neuem Konzept

Neuauflage ja, aber mit neuem Konzept. „Die Leserinnen und Leser sollen Informationen mitnehmen“, so der Anspruch von Elke Ahrens und Dagmar Möbius, die für Konzept, Redaktion und roten Faden den Hut aufhatten. Das aktuelle Motto der 26. Brandenburgischen Frauenwoche „Frauengenerationen im Wechselspiel – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen“ und die 800-Jahre-Stadtjubiläen von Oranienburg, Kremmen und Zehdenick im Jahr 2016 inspirierte die Netzwerkfrauen dazu, sich mit der Stadtgeschichte und der Historie ihrer Berufsbilder auseinanderzusetzen. „Frauengeschichten 2“ enthält 16 sehr unterschiedliche Porträts, ergänzendes Wissen über interessante Frauenpersönlichkeiten, einen regionalen Zeitgeschichtsstrahl, Lesetipps und Netzwerk-Informationen.

Das Magazin "Frauengeschichten2" wurde am 8. März 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sichtbar sein und sichtbar bleiben

Der Blick in die Geschichte zeigt: Vieles hat sich für berufstätige Frauen zum Besseren gewandelt. Doch Unternehmerinnen sind noch lange nicht – überall – normal. Selbstbestimmt für die eigene Berufung zu leben, erfordert Energie, Mut, Disziplin, Struktur und vieles mehr. Über die eigene Arbeit und Erfolge zu sprechen fällt Frauen schwerer als Männern. Im 2008 gegründeten Netzwerk „Unternehmerinnen in Oberhavel“, einem unabhängigen, branchenübergreifenden und nichtkommerziellen Zusammenschluss selbstständiger und freiberuflich tätiger Frauen im Landkreis Oberhavel, ist der Austausch und das Voneinander-Lernen bedeutsam. Dazu gehört das regelmäßige Üben von Präsentation und Sprechen vor Gruppen. Das Schreiben hat gewollte Nebeneffekte und nimmt das Motto der Frauenwoche wörtlich: Es strukturiert, verbessert die persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten und erweitert den Horizont. Für Netzwerk-Neuling Diana Kindler, Illustratorin und Grafikerin in Gründung, war die Arbeit im Team eine überraschende Erfahrung: „Wie kreativ man mit geballter Frauenpower und über große Altersspannen hinweg sein kann, wenn man ein gemeinsames Ziel hat, fühlt sich toll an."

Ehrenamtlich entstanden, Geschenk für die Jubiläumsstädte

Umgesetzt wurde das Magazin ehrenamtlich innerhalb von acht Wochen. Alle Kosten tragen die beteiligten Unternehmerinnen selbst. Unterstützt wurde das Projekt von Urte Voigt & Kollegen von der TKO, Matthias Dill aus Kremmen, Bärbel Weise und Simone Brackrog sowie Kollegen aus Zehdenick, die unentgeltlich historisches Bildmaterial und Informationen beisteuerten. Gedruckt wurde das Magazin in Oranienburg. „Es war uns wichtig, ein lokales Unternehmen zu beauftragen“, betonte Elke Ahrens, die das Layout verantwortete. Trotz des Aufwandes wird die Publikation nicht verkauft. „Sie ist unser Geschenk an die 2016er-Geburtstagsstädte im Landkreis und alle Interessierten in Oberhavel“, begründete Dagmar Möbius. „Zudem zeigt das Ergebnis, was man schaffen kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir haben so tolle Frauen in unserem Netzwerk, die Herausragendes leisten und wissen, was sie wollen, auch wenn mitunter Schwierigkeiten im Weg stehen. Davon dürfen durchaus mehr Menschen erfahren.“

Erhältlich ist das Magazin kostenfrei bei allen beteiligten Unternehmerinnen sowie an ausgewählten öffentlichen Stellen im Landkreis und im Land Brandenburg sowie als PDF-Download auf der Website www.unternehmerinnen-in-ohv.de und online zum Blättern.

Übergabe am historischen Ort

Die Präsentation und die Übergabe des Magazins erfolgte am Internationalen Frauentag an historischem Ort in Anwesenheit fast aller Beteiligten und von Gästen. In der ehemaligen Adler-Apotheke Oranienburg, unweit des Schlosses, nahm Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke die ersten Exemplare in Empfang. In dem Gebäude hat Netzwerk-Mitglied Jacqueline Schneider ihre Naturheilpraxis eingerichtet. Im Magazin ist nachzulesen, welch bewegte Geschichte die Apotheke hat und welche Brücken in die Gegenwart es gibt. „Die Wahl dieses Ortes lag nahe“, sagte Netzwerk-Moderatorin Nicole-Kristina David-Ulbrich. „Zum einen ist sie nicht weit vom Dienstsitz des Bürgermeisters entfernt, zum anderen sind zahlreiche Netzwerkfrauen in der Kreisstadt tätig oder leben hier, und in Oranienburg werden wir 2016 aktiv an einigen Events des Jubiläumsjahres teilnehmen.“ Netzwerkfrau Angelika Pintsch-Mahler hat bereits „O-Burger“ kreiert. Vom Erlös der witzigen Schlüsselanhänger und Ansteck-Orangenblüten spendet sie jeweils einen Euro für den Schlosspark.

Das Netzwerk nun international?

Oberhavel hat nicht nur viele Verbindungen zu den Niederlanden, sondern geschichtliche Bezüge zur Schweiz. Auch darüber berichtet das aktuelle Magazin. „Wir wissen nicht, ob es Zufall oder Fügung ist, aber im Netzwerk ist eine gebürtige Züricherin aktiv und unsere zwischen der Schweiz und Deutschland pendelnde Campingplatzbetreiberin Christiane Erdmann wirbt für die Region. Einige Unternehmerinnen pflegen Geschäftskontakte ins Nachbarland“, verriet Dagmar Möbius. „So sind wir als regionales Netzwerk auch zunehmend international.“

Presseinformation für das Netzwerk Unternehmerinnen in Oberhavel:

Dagmar Möbius
Freie Journalistin (DJV)
*Redaktion, Public Relations & Kommunikation*
Berlin-Brandenburg & Dresden